Kunsttunnel 22

Aktuelles Projekt

“Kanariengelb”

Eine 4punktige Reihe “rollt” als Farbpunktreihe  über den kanariengelben Hintergrund. Die Flächengliederung in sieben Einzelflächen mit den Maßen 3,50 m x 2,50 m lässt verschiedene  Einzelbilder entstehen – bis sich das erste Motiv wiederholt. Eine Kreisbewegung im “Durcheil-Tunnel”. Man ist also mitten drin in einem Farbspiel.  Der Betrachter kann die Einzelbilder vergleichen – und den Code entziffern, oder einfach die Farbe wahrnehmen.

Konzeption: Regina Haller, regina.haller@gmx.de

Ort: München, Odeonsplatz. U-Bahn Verbindungstunnel zwischen U3/U6 und U4/U5

 

Bildmedium: 14 Großwerbeflächen des Außenwerbers Ströer out of home media GmbH
Einzelmaß der Bildflächen: 2.50 m x 3.50 m
80 Originalzeichnungen (Buntstift auf Papier) auf hellblau/weiß Karo von Regina Haller
Die funktionale Ästhetik der U-Bahnwelt wird als Kunstinstrument genutzt.

 

Besonderheit: Laborsituation für Kunst
Der Ort bietet ideale Voraussetzungen für Kunst. Es gibt nur Boden, Decke, 2 gewölbte Wände mit je 7 Großwerbeflächen. Umwelt ist reduziert auf 14 Bildflächen. Diese gestalte ich komplett. Es entsteht ein begehbares Kunstwerk mit 120 m² Bildfläche das der Monotonie der Werbebildsprache widerspricht.

 

Der Betrachter im „im Bilde“
Initiatorin Regina Haller: Ich nutze die funktonale Ästhetik der U-Bahnwelt als Kunstinstrument. Der Kunsttunnel knüpft an die Kunst der OP und POP Art an – die erstmals das environement, die Umwelt und den Betrachter mit „ins Bild“ nahmen. Im  Kunsttunnel ist man quasi „im Bilde“.

 

Kunst ohne Objektcharakter im öffentlichen Raum
Die Gestaltung verschwindet nach Ablauf der Projektzeit spurlos unter der nächsten Schicht Werbeplakate. Kunst ohne Objektcharakter im öffentlichen Raum. Die technomorphe Masse Mensch verwandelt sich in ein Publikum das mit seiner Umwelt spielerisch  kommuniziert

 

Lebendiger unterirdischer Stadtraum
Der unterirdische Stadtraum pulsiert genau an dieser Stelle intensiv- hier treffen sich die beiden Hauptlinien des innerstädtischen Münchner Personenverkehrs und im U-Bahntakt strömen die Menschen durch die Röhre. Das geschieht in zwei Richtungen gleichzeitig. Man braucht ein Minimum an Aufmerksamkeit um sich zu orientieren. Dieses Minimum nutzt der Kunsttunnel für ein Kunst Intermezzo. Die Plastizität der Aufmerksamkeit erlaubt ein Aufblenden in Bruchteilen von Sekunden – wenn  ein Ereignis in der Umwelt interessant genug ist.

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